Identity Management (IM)

Als Identitätsmanagement (IM) wird der zielgerichtete und bewußte Umgang mit Identität, Anonymität und Pseudonymität bezeichnet. Der Personalausweis ist ein Beispiel für eine staatlich vorgegebene Form der Identifizierung. Im Internet gibt es verschiedenste Formen des Identitätsmanagements.

 

Durch die Internetvernetzung hat die Frage von bewußter Anonymität bzw. bewußtem Umgang mit Teilen der eigenen Identität eine neue und zuvor nie gekannte Komplexitätsstufe erreicht. Im Internet wird regelmäßig mit (Teil-)Identitäten gespielt. Es gibt aber auch ernsthafte Prozesse und Fragen der Anonymität im Internet und der Identifizierbarkeit. In vielerlei Hinsicht können Identitätsmanagementsysteme problematisch sein, wenn nicht klar ist, was mit den Daten geschieht, die ggf. ungewollt zu weiter gehender Identifizierung führen können.

 

Identitätsmanagement von Unternehmen

Je grösser ein Unternehmen ist, desto mehr müssen Identitäten und Berechtigungen geregelt werden. Dazu werden sogenannte Identity Manager eingesetzt. Dies sind Software-Komponenten, welche die Identitäten und deren Zugriffsrechte verwalten. Ein fortgeschrittener Identity Manager verfügt über ein Provisionierungsmodul, welches es erlaubt, den Benutzern automatisch aufgrund ihrer jeweiligen Rolle (und auch Aufgaben) in der Organisation individuelle Zugriffsrechte zu erteilen. Es werden auch vermehrt intelligente Schließsysteme angehängt, um den Gebäudezutritt ebenfalls über den Identity Manager zu regeln.

 

Ein sinnvolles Identity Management in einem Unternehmen hat heute Schnittstellen zu einem Access Manager, welcher für Portale die Zugriffsrechte verwaltet und Single Sign On (SSO) ermöglicht. Dafür werden oftmals unten stehende Systeme im Internet verwendet. Häufig ist ein Verzeichnisdienst angehängt. Dieser Verzeichnisdienst kann einerseits ein Metadirectory sein oder einfach nur ein dezidierter Verzeichnisdienst für eine solche Sicherheitsarchitektur.

 

Wenn ein Identity Manager und ein Verzeichnisdienst angehängt sind, macht die Implementierung einer Public-Key-Infrastruktur (PKI) ebenfalls Sinn, um die Authentisierung mit verschiedenen Passwörtern abzulösen durch biometrische oder Chipkarten-basierte Verfahren. Eine weitere Entwicklung ist das so genannte Federated Identity Management, bei dem unternehmensübergreifend nur eine einheitliche virtuelle Identität verwendet wird.


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